Zylinderkopf AB23 technische Frage

...eine Monkey oder Dax hat keine Probleme
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trail50
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Zylinderkopf AB23 technische Frage

Beitrag von trail50 » 09.02.2018 20:48

Ich habe nun doch den Motor meines Neuerwerbs (3000km) komplett auseinander genommen. Er hatte mir nach dem Kopf entnahme zuviel Gummiabrieb des Steuerkettenantriebs. Nach dem öffnen sah alles sehr schön aus, Kleinigkeiten :angryfire: : , der Vorbesitzer hatte mehr Hubraum verbaut, anstatt den Kolben zu bearbeiten, hat jener den Kopf innen mit der Bohrmaschine oder etwas noch unhandlicherem bearbeitet. Kopf unbrauchbar für 50ccm. Die Getriebe Anlaufscheibe, hat die Getriebebuchse aufgerieben, da hat ein jener die Antimanipulationsschrauben vom Ritzel mit dem Hammer gelößt. :banghead:

So nun zu meiner Frage, da ich lange keinen Motor mehr gemacht habe und immer nur 6V. Als der Motor fertig auf dem Tisch lag ich die Ventile einstellen wollte, legte ich ihn auf den Rücken, mir viel auf, daß die Ventilöffnerschraube nicht mittig auf dem Auslaßventil saß. Also Kopf wieder runter, Kipphebel und Welle getauscht , genauso. Nockenwelle getauscht, auch nix. Werde das Ventil morgen mal raus nehmen, da ich es neu eingeschliffen habe und es rund war gehe ich nicht davon aus, daß hier der Fehler liegt.
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Re: Zylinderkopf AB23 technische Frage

Beitrag von ummel » 10.02.2018 01:11

......es ist sogar erwünscht, dass der Kipphebel bzw. die Einstellschraube leicht (!) aussermittig auf das Ventil einwirkt. Hierdurch wird das Ventil in eine leichte Drehbewegung versetzt, wodurch:
- der Ventilsitz sauber gehalten wird
- die Wärme, insbesondere beim Auslassventil, gleichmäßiger verteilt wird
Letztendlich reduziert es den Verschleiß.
Mercedes nutzte (nutzt?) dafür "Rotocaps", ähnlich einem gesperrten Axiallager, welche eine Drehbewegung nur in eine Richtung zulassen.
Bei Ventiltrieben mit Tassenstößeln anstatt Kipphebeln ist es ebenfalls so. Der Auflagepunkt des Nocken liegt leicht aussermittig, um die Drehbewegung herbeizuführen.
Was du evtl. überprüfen könntest, wären die seitlichen Anlageflächen für die Kipphebel im Aluguss. Diese sollten nicht eingelaufen sein, was du erkennen würdest.
Eigentlich kommt das aber nicht vor.

Gruß
Sven-Eric

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trail50
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Re: Zylinderkopf AB23 technische Frage

Beitrag von trail50 » 10.02.2018 18:33

Danke für die Info Ummel,

ich war vorhin in der Garage und habe mir den Kopf mit dem defektem Brennraum angesehen, auch bei diesem sitzt beim Auslaßventil der Einsteller nicht mittig,
das gehört also bei den GK4 Köpfen so. Bei den 6V Köpfen ist der Einsteller dagegen mittig auf dem Ventil.

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